Dienstag, Februar 7, 2012

Fachpersonal rekrutierung in China

China Einstellungsprozess

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In China ist der eigentliche Einstellungsprozess eine vergleichbar kritische Phase. Es ist wichtig das Unsicherheitslevel während der bevorstehenden Einstellung sowohl für Firmen als auch für Kandidaten zu verringern. Nach dem ein geeigneter Kandidat gefunden wurde, sollten die folgenden Schritte beachtet werden:

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Zusendung eines Vorvertrags

Die Nutzung eines Vorvertrages vor der Unterzeichnung des eigentlichen Arbeitsvertrages ist eine gute Möglichkeit, um den Zeitraum zwischen der Identifikation des Kandidaten und dem Arbeitsanfang zu überbrücken. Der Vorvertrag sollte nicht mehr als zwei Seiten umfassen und die wichigsten Vereinbarungen der Anstellung enthalten. Zusätzlich sollte eine Checkliste bereitgestellt werden, welche zukunftige Schritte und eventuell vom Kandidaten bereitzustellende Dokumente beinhaltet.  Dies dient dazu, dem Kandidaten Sicherheit und das Gefühl der Unternehmung bereits anzugehören,  zu vermittelt.  Der Kandidat hat das Gefühl bereits eine bindende Verpflichtung eingegangen zu sein, noch bevor er den eigentlichen Arbeitsvertrag unterzeichnet hat.

Letter Of Intent

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Beachtung der Kündigungsfristen

Die übliche Kündigungsfrist in China beträgt einen Monat. Für Führungspositionen bestehen häufig vertraglich angepasste Fristen die länger sein können.  Um einen Arbeitsvertrag beenden zu können, bedarf es eines formalen Kündigungsschreibens adressiert an den Personalabteilungsleiter. Die meisten Kandidaten erwarten einen formalen Vorvertrag bevor sie bereit sind ihren aktuellen Arbeitsvertrag zu beenden, um ihr Risiko zu verringern und eine starke Verhandlungsposition zu behalten.

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Zeitmanagement und Feedback

Da in China ein starker Wettbewerb um geeignete Fachkräfte herrscht, kann davon ausgegangen werden, dass ein Kandidat normalerweise mehrere Jobangebote vorliegen hat. Deshalb  ist eine schnelle und transparente Kommunikation mit dem Kandidaten essentiell um die Einstellungsunsicherheit zu verringern und einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. Im Gegensatz zu anderen Märkten ist ein strukturierter Einstellungsprozess in China nicht unbedingt gang und gäbe.

Daher kann ein professioneller Umgang hier zu einem wichtigen Unterscheidungspunkt werden und dabei helfen, hoch qualifizierte Arbeitskräfte einzustellen.

Oftmals geben Kandidaten mündliche oder schriftliche Bestätigungen ab, ohne ernsthafte Absichten zu haben. So kann es durchaus passieren, dass ein Kandidat kurz vor dem eigentlichen Starttermin in letzter Sekunde abspringt um ein Angebot einer anderen Firma wahrzunehmen. Diesen Sachverhalt sollten Personalmanager beachten und so lange wie möglich positiven Kontakt mit weiteren ( evtl. weniger) geeigneten Kandidaten halten um gegebenen Falls einen Ersatzkandidaten zu haben.

Ablehnungen sollten stets klar und positiv kommuniziert werden um zum einen weitere aufwendige Erklärungsemails zu vermeiden und zum anderen eine postive Mund-zu-Mund Propaganda zu gewährleisten.

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Beachtung des Einflusses von Hukou und Wohnort

“Hukou“ bezieht sich auf das in China existierende System von Aufenthaltserlaubnissen, welches noch aus dem Alten China herrührt ( siehe Kapitel zwei, Abschnitt fünf für weitere Informationen).

Dieses System ist immer noch in Kraft und verpflichtet die Bürger ihre Hauhalte bei lokalen Stadt- oder Landesbehörden zu registrieren. Eine Registrierung des Haushaltes dient dazu, Bewohner einer Gegend zu identifizieren, sie enthält persönliche Informationen  wie den Namen, Geburtsdatum, Namen der Eltern, Namen des Ehepartners und Angaben zum Familienstand. Traditionellerweise wird der Geburtsort als individueller Hukou festgelegt. Bei Studente wird der Hukou-Ort temporär an den Studienort angepasst. Um ein Hukou permanet zu ändern, bedarf es eines formalen Antrags bei der zuständigen regionalen Behörde.  Die Bewilligung eines solchen Antrags hängt vom Ausbildungshintergrund, der Beschäftigung und der Anstellungsgeschichte des Antragstellers ab. Es kann teilweise Jahre dauern bevor ein solcher Antrag bewilligt wird. Arbeitgeber können diesen Prozess für ihre Angestellten beschleunigen, indem sie den Antrag unterstützen. Dies kann ein entscheidender Faktor zur Anziehung von hoch qualifizierten Kandidaten sein.

Anders als im Alten China, hindert das Hukou heutzutage Chinesen nicht mehr formal daran Anstellungen ausserhalb ihrer Hukou-Region zu suchen. Nichtsdestotrotz bestimmt das Hukou die Anspruchsberechtigung der Bürger auf Sozialleistungen wie zum Beispiel Wohnungszuschüsse und Ausbildungsunterstützung. Daher können Personen, die ausserhalb ihres Hukous arbeiten normalerweise die oben genannten Leistungen in anderen Arbeitsregionen nicht in Anspruch nehmen. 

Es gibt jedoch Möglichkeiten, diese Diskrepanzen zu überbrücken, in dem man Angestellte offiziell in deren Hokou-Gebiet anmeldet , sie jedoch in einer anderen Region arbeiten lässt. Dies geschieht entweder über eine Arbeitsvermittlungstelle oder oder eine Zweigstelle. Darüberhinaus kann der Arbeitgeber anbieten, die finanziellen Ausfälle durch die fehlenden Sozialleistungen zu kompensieren. Dies kann die Entscheidung eines Kandidaten mit einem andern Hukou, der Unternehmung beizutreten postiv beeinflussen.

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